Siegmund Andraschek
Siegmund Andraschek

Er schreibt und arrangiert für das Wiener Operettenorchester, das Wiener Kammerorchester, das Covent Garden Soloist Orchestra London, das Operetta and Musical Theatre Budapest, das North Czech Philharmonic Orchestra Teplice. Er wird als Haupt-Arrangeur der Toyota Classics Asia Tour und für das Musikfestival Steyr herangezogen. Er hat „Wiener Blut“ – im musikwissenschaftlichen Sinn der Worte – in sich, so zusagen die „Wiener Musik in die Wiege gelegt bekommen“ von seinen professionell musizierenden Eltern und Großeltern. Er lebt die Musik von den Komponisten mit dem Nachnamen Strauß, aber auch von Lehar, Stolz und wie sie alle heißen… Das sieht man schon an seinen leuchtenden Augen, wenn er über die „Wiener Musik“ erzählt.

Schwerpunkt Wiener Musik

Und er trägt die Liebe zu dieser Musik in die Blasorchesterwelt hinein: „Als im Jahr 2013 auf meine Mit-Initiative erstmals ein Neujahrskonzert mit der Landesjugendblasorchester-Akademie veranstaltet wurde, gab es nur Wenige, die dem Projekt eine nachhaltige Chance gegeben haben. Die Wiener Musik ist zu diesem Zeitpunkt längst in Gefahr gelaufen, aus den Konzertprogrammen der Blasorchester zu verschwinden. Im Jahr 2014 fanden wir uns auch auf Grund des gelungenen ersten Neujahrs-Konzertes dann plötzlich auf Wunsch des derzeitigen Landeshauptmannes der Steiermark im Grazer Stefaniensaal wieder, vor ausverkauftem Saal (ca. 1.100 Besucher). Seither ist das Neujahrskonzert mit dem Schwerpunkt „Wiener Musik“ jedes Jahr ausverkauft“ – sagt Siegmund Andraschek über die neue Popularität dieser speziellen Art der Musik.

Für die Transkriptionen für Blasorchester sorgt er am liebsten selbst. Er hat durch sein Leben mit dieser Musik ein spezielles Grundverständnis für diese Stil-Richtung entwickelt. Eine Grundlage, die ihm bis heute in der Umsetzung diverser Arrangements und auch Kompositionen sehr hilfreich ist. Wenn auch beim Ergebnis immer „Andraschek“ dabei ist, macht es ihm doch auch viel Spaß manches unter das Motto „….lass es wie „Strauß“ klingen“ zu stellen. Siegmund Andraschek ist der festen Überzeugung: „was gut ist, soll bleiben, oder wird in einem bestimmten Zyklus auch immer wieder neu entdeckt“. Ganz in diesem Sinne wurde für das Jahr 2015 / 16 vom Österreichischen Blasmusikverband sein Arrangement der Ouvertüre „Frühjahrsparade“ von Robert Stolz als Pflichtstück nominiert. Gerne gibt er seinen Erfahrungsschatz in Sachen „Wiener Musik“ als Dozent und Dirigent an die Blasorchester und Musikvereine weiter.

Kompositionen für Blasorchester

Siegmund AndraschekWenn auch die „Wiener Musik“ einen großen Bereich im Schaffen von Siegmund Andraschek einnimmt so lässt er sich ganz bestimmt nicht darauf reduzieren. Viele seiner Originalwerke für Blasorchester wie zum Beispiel Camelot, King Arthur, Schönbrunn Suite oder die Bearbeitungen der Frühjahrsparade und Hänsel und Gretel wurden in Österreich und teilweise auch in Deutschland zu Pflichtstücken für Wertungsspiele gewählt.

Wie viele seiner Kollegen geht auch Siegmund Andraschek beim Komponieren und Arrangieren vom Sound des Sinfonieorchester aus – mit diesem Klang ist er aufgewachsen. Und wie soll es anders sein, auch er wurde geprägt vom Schaffen eines John Williams. Aber ganz wichtig ist ihm, dass die persönliche Handschrift eines Komponisten immer erkennbar bleibt. Seine persönliche Handschrift und seinen  eigenen Weg im Schaffen von Musik hat er mittlerweile gefunden. Deutlich macht dies auch sein gewähltes Zitat auf seiner Homepage von Albert Einstein: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein“. Und Teil einer Herde ist Siegmund Andraschek bestimmt nicht und will es auch nicht sein…

Seinen einzigen Unterricht in Sachen Komposition hatte er bei der japanischen Filmmusikkomponistin Michiru Oshima. Er hat damals – er stand noch am Beginn seines Schaffens – Bedenken geäußert, ob seine Werke wohl jemals gespielt werden würden. Sie hat darauf geantwortet: „Wenn es gut genug ist, werden deine Arrangements und Kompositionen auch gespielt werden“. Er arbeitet seither täglich daran. Und: seine Werke werden mittlerweile gerne gespielt!

Herzensangelegenheit musikalischer Nachwuchs

Mit Herzblut setzt sich Siegmund Andraschek für den musikalischen Nachwuchs ein. Dies nimmt neben der „Wiener Musik“, die er für professionelle Orchester oder für Blasorchester einrichtet und seinen sonstigen Kompositionen und Bearbeitungen für Blasorchester den größten Teil in seinem (musikalisch-beruflichen) Leben ein. Neben seinen Tätigkeiten als Lehrer für Tiefes Blech („Die Musikvereine, die in meinem Verantwortungsbereich liegen haben derzeit keinen Mangel an tiefen Blechblasinstrumenten“), als Dirigent zum Beispiel des Landesjugendblasorchesters Steiermark und als Jugendverantwortlicher im Blasmusikverband sind es vor allem sogenannte „Musikvermittlungsprojekte“ die ihn immer und immer wieder beschäftigen. Mit viel Idealismus schreibt und komponiert er Musik zu kleinen „Musicals“ die Kindern und Jugendlichen Lust zum Musizieren machen sollen. Siegmund Andraschek glaubt ganz fest daran, dass das „Orchestererlebnis“, also Teil eines Ensembles oder Orchesters sein zu können, ein ganz besonderes Gefühl hervorruft, das nicht in Worte gefasst werden kann. Außerdem ist er der festen Überzeugung: „Nur das Beste ist gut genug“ wenn es um den musikalischen Nachwuchs geht. Die Qualität der Musik in diesem Bereich ist wirklich wichtig und gehört für einen Komponisten durch die großen Einschränkungen bezüglich Besetzung und Schwierigkeitsgrad zu den größten Herausforderungen überhaupt.

Siegmund AndraschekMit dem Minimusical „Ritter Rudi“, oder mit seinen Blasorchester-Arrangements diverser traditioneller Kinderlieder (die er der Österreichischen Blasmusikjugend im Rahmen der Bonuscard ganz selbstlos kostenfrei zur Verfügung stellt) gibt er einem schulübergreifenden Projekt allen Kindern einer Grundschule die Chance, das Orchestererlebnis erfahren bzw. erspüren zu können. Wenn die Kinder als Akteure auf der Bühne von einem vollen Orchester begleitet werden, oder als Chor Teil eines Ganzen sein können, schenkt man ihnen eine Erfahrung fürs Leben. Auch wenn deshalb nicht gleich jeder Musiker wird, das Verständnis für Musikausübende wird ein Leben lang dadurch vorhanden sein. „Wer nicht Musik macht, sollte wenigstens nicht verhindern, dass andere tun“, sagt Siegmund Andraschek.

Ein ganz wichtiger Aspekt bei Musikvermittlungsprogrammen wie zum Beispiel „Ritter Rudi“ oder „Chefinspektor Claus“ ist für ihn, dass bei den Projekten das Orchester zumindest vollwertiger Partner einer Bühnenaktion ist und nicht nur als selbstverständlicher Begleiter wahrgenommen wird. Die Musik nimmt in der Regel auch zeitlich mehr Raum ein, als die Handlung der Geschichte. Die Musikstücke konzipiert Siegmund Andraschek immer so, dass jedes der Stücke ausgekoppelt in einem Konzertprogramm auch aufgeführt werden können.

Zusammenarbeit mit dem Künstler Rupert Hörbst

Siegmund Andraschek und Rupert Hörbst
Siegmund Andraschek und Rupert Hörbst

Für den „visuellen“ Teil seiner Musikvermittlungsprojekte steht ihm sein guter Freund Rupert Hörbst zur Seite. Beide ergänzen sich sehr gut. Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos und vertrauensvoll. In der gemeinsamen Arbeit an den Minimusicals lassen beide ihre verschiedenen Blickwinkel in das Konzept einfließen, das Endergebnis wird dadurch definitiv ausgereifter. Und sie versuchen sich bei jedem neuen Projekt zu verbessern. Gefragt nach Plänen, Vorgehensweisen und Konzepten für den Schaffensprozess antwortete mir Siegmund: „Aber Alexandra!….. Plan, Konzept? Wir sind ja Österreicher…. das Motto lautet also immer gleich:…. „schau ma mal…“. Impovisation, Intuition und eine gute Portion Idealismus gehört also offensichtlich zum Erfolgsrezept in der Zusammenarbeit „Andraschek – Hörbst“. Auch im Bereich „Musikvermittlung für Kinder“ gibt Siegmund Andraschek gerne seine Erfahrungen an Dirigenten, Jugendleiter und Vereinsverantwortliche weiter.

Workshop- und Seminar-Programm

Hier eine kleine Übersicht über das Workshop- und Seminarangebot von Siegmund Andraschek:

 

„Ich dirigiere Strauß…..aber es funktioniert nicht ?“

Polka ist nicht gleich Strauß-Polka und Walzer ist nicht gleich Strauß-Walzer.

Wiener Musik und ihre stilistischen Besonderheiten.

(Achtung: dieser Workshop setzt ein Blasorchester im Ober- bis Höchststufen-Bereich voraus)

 

Workshop Musikvermittlungsprogramme und / oder Orchesterschulung

Ritter Balancelot. 10 Werke 10 Stile. Orchesterbalance und Stilistik anhand der Stücke von „Ritter Rudis Raubzüge

 

In Kombination mit dem Künstler Rupert Hörbst

Musikvermittlungsprogramme und deren Visualisierung

Parallel laufende Workshops für LehrerInnen aus dem Pflichtschulbereich, Direktoren, Dirigenten und Vereinsverantwortliche.

Zusammenarbeit mit einer Schule, wie geht man da am besten vor ?

Crashkurs in Kulturgeschichte als Ergänzung zu den Musiktiteln.

Zusammenarbeit mit dem Kulturservice Link

Ich freue mich sehr, ab sofort mit Siegmund Andraschek eng zusammenarbeiten zu dürfen und ihm bei der Vermittlung, Organisation und Vertragsabwicklung von Auftragskompositionen bzw. -arrangements, Gastdirigaten und Workshops zur Seite zu stehen und ihn so in seinem kreativen Schaffen zu unterstützen.

Wenn Sie Siegmund Andraschek für einen Workshop oder ein Gastdirigat engagieren möchten, wenn Sie mit ihm zusammen Musikvermittlungsprogramme entwickeln oder durchführen möcthen oder wenn Sie für Ihr Orchester eine Komposition oder eine spezielle Bearbeitung in Auftrag geben möchten, können Sie sich gerne an den Kulturservice Link, Alexandra Link, wenden:

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Betreff

Ihre Nachricht

Im Kulturservice Link Newsletter erfahren Sie im Abstand von 3-4 Wochen was es Neues in der Welt des Kulturservice Link und bei den Komponisten Siegmund Andraschek, Jacob de Haan, Johan de Meij, Thomas Doss, Hubert Hoche, Otto M. Schwarz und dem musikalischen Künstler Rupert Hörbst gibt.