KSL-Logo-lang-RZNach einem Vortrag über die „Zukunft der Musikvereine“, den ich bei einem Blasmusikverband gehalten habe, ist der Vorstand eines Musikvereins auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich nicht für die Musikerinnen und Musikern in seinem Verein eine Umfrage zu aktuellen Lage in seinem Musikverein machen könnte. Einer externen Person würden seine Musiker wohl eher anvertrauen, was sie stört.

Der Verein, um des es geht, zählt zur Zeit weit weniger als 30 Musikerinnen und Musiker. Eine Tendenz nach oben ist nicht zu erkennen. Bevor die Spirale noch weiter nach unten geht und der Verein eventuell nicht mehr spielfähig ist, wollte dieser Vorstand jetzt rechtzeitig alles tun, um eine irgendwann drohende Auflösung zu verhindern.

Wir haben dann erst einmal einen Termin zusammen mit der ganzen Vorstandschaft ausgemacht. Ich wollte die Vorstände und Beiräte erst einmal kennenlerenen, wissen, wie der Verein strukturiert ist, welche Regeln und Gepflogenheiten es gibt, wie die Vorstandsmitglieder „ticken“, was im Verein gut läuft und wo genau die Probleme liegen.

In jeweils unterschiedlich zusammengesetzten Arbeitsgruppen haben wir dann gemeinsam den Verein analysiert. Wir haben geklärt, warum wir eigentlich im Musikverein spielen, um den Stellenwert für jeden einzelnen innerhalb der Vorstandshaft herauszufinden und eine positive Grundstimmung zu schaffen. Die verschiedenen Arbeitsgruppen waren dann „Musik / Musiker“, „Organisation“, „Finanzen“ und „Jugend“. Die Arbeitsgruppen haben zuerst die positiven Aspekte in jedem Bereich aufgeschrieben und dann die Probleme, die es in den verschiedenen Bereichen gibt. Anschließend wurden die Ergebnisse präsentiert. Jedes Vorstandsmitglied bekam dann die Möglichkeit die Ergebnisse zu bewerten. So konnten die dringendsten Probleme herausgearbeitet werden. Mit Hilfe der „Alternativ-Rad“-Methode konnten wir einige Lösungsansätze erarbeiten.

Mein Vorschlag, diese Methode mit den ganzen Musikverein durchzuführen, wurde erst einmal zurückgestellt. Der Vorstandschaft war es zuerst einmal lieber, die Fragebogenaktion durchzuführen. Gemeinsam haben wir die Ziele dieser Fragebogenaktion festgelegt und einen Fragebogen, der die Bereiche „Proben“, „Probenarbeit“, „Konzerte“, „Konzertprogramme“ bzw. „Programmgestaltung“, „MusikerInnen“, „Publikum“, „Dirigent“ und „Vorstandschaft“ enthält entwickelt. Außerdem wurde ein Bereich im Fragebogen geschaffen, in dem die MusikerInnen frei von der Seele weg schreiben konnten.

Die Fragebogen wurden in einer Probe ausgeteilt, der erste Vorstand war sehr rührig und hat sichergestellt, dass auch wirklich jeder einen Fragebogen ausfüllt. Die MusikerInnen konnten den ausgefüllten Fragebogen in einem verschlossenen Umschlag zurückgeben.

Mittlerweile sind die ausgefüllten Fragebogen im verschlossenen Umschlag bei mir angekommen und ich bin mit der Auswertung beschäftigt. Ich bin schon sehr gespannt, welche Ergebnisse zustande kommen.

Geplant ist die Präsentation der Ergebnisse mit einer Ergebnis-Diskussion auf Mitte September. Natürlich ist dann auch geplant, dass Ergebnisse in einem „Leitbild“ zusammengefasst werden und eine Art „Aktionsplan: Fit für die Zukunft“ erstellt wird.

Ich werde hier auf der Homepage des Kulturservice Link dann wieder berichten.

Wenn auch Sie Interesse an einem “Zukunftskongress Musikverein” haben, können Sie gerne Kontakt mit mir aufnehmen:

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2 thoughts on “Ist Ihr Musikverein fit für die Zukunft?

  • 29. Juli 2016 um 8:14
    Permalink

    Ich finde die Idee super. Weil manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ab und zu so eine Hilfe finde ich spitze. Es darf halt kein Musiker mit Abneigung zu dieser Sache stehen.

    Antworten
    • 29. Juli 2016 um 9:00
      Permalink

      Hallo Hansjörg, vielen Dank für Deinen Kommentar. So eine Aktion muß im Musikverein gut vorbesprochen werden. Alle müssen über die Vorgehensweise und den Ablauf informiert sein und vor allem muß allen klar sein, welches Ziel mit der Aktion verfolgt wird. Ich sehe der nächsten Etappe in diesem Musikverein sehr positiv entgegen! Viele Grüße Alexandra

      Antworten

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